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Nager, Marder & Tauben

Marder im Dach erkennen: an diesen Zeichen merken Sie es

Ein Steinmarder auf dem Dachboden bleibt oft wochenlang unbemerkt – bis es nachts poltert oder die Dämmung zerfetzt ist. Weil Marder dem Jagdrecht unterliegen und Jungtiere nicht eingesperrt werden dürfen, lohnt es sich, die Anzeichen früh richtig zu deuten. Hier sehen Sie, worauf es ankommt.

Schädlingsbekämpfer prüft mit Taschenlampe die Dämmung auf einem Dachboden

Die typischen Anzeichen

  • Geräusche zwischen 22 und 5 Uhr: Trampeln, Kratzen, Fauchen oder Keckern – Marder sind nachtaktiv.
  • Kot: etwa 8 bis 10 cm lang, wurstförmig, gedreht, oft mit Haaren, Federn, Obstkernen oder Beerenresten. Marder setzen ihn gern an derselben Stelle ab.
  • Geruch: stechend-süßlicher Geruch durch Urin und Kotplätze, im Sommer deutlich stärker.
  • Zerstörte Dämmung: herausgezogene Mineralwolle, Gänge in der Zwischensparrendämmung, gelöste Dampfbremsfolie.
  • Beutereste: Federn, Eierschalen oder Knochen im Dachboden oder in der Regenrinne.
  • Spuren außen: verschobene Dachziegel, Kratzspuren an Fallrohren, Pfotenabdrücke mit fünf Zehen im Staub.

Marder, Ratte oder Siebenschläfer?

Nicht jedes Poltern stammt von einem Marder. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sich die Maßnahmen deutlich unterscheiden.

  • Aktivität

    Marder
    nachts, oft laut und polternd
    Ratte
    nachts, eher trippelnd und nagend
    Siebenschläfer
    nachts, Mai bis September
  • Kot

    Marder
    8–10 cm, gedreht, mit Kernen/Haaren
    Ratte
    1–2 cm, spindelförmig
    Siebenschläfer
    ca. 1 cm, oft verstreut
  • Schaden

    Marder
    Dämmung zerrissen
    Ratte
    Nagespuren an Holz und Kabeln
    Siebenschläfer
    Nagespuren, Obstreste
  • Rechtlicher Status

    Marder
    Jagdrecht
    Ratte
    frei bekämpfbar
    Siebenschläfer
    besonders geschützt

Bei Ratten hilft unsere Rattenbekämpfung. Siebenschläfer sind geschützt und dürfen nur mit Genehmigung umgesetzt werden.

Was Sie jetzt tun sollten – und was nicht

  • Einstiegsstellen dokumentieren: Fotos von verschobenen Ziegeln, Lücken an Traufe und Ortgang.
  • Kotplätze mit Handschuhen und FFP2-Maske entfernen, Fläche reinigen und desinfizieren.
  • Dämmschäden für die Versicherung festhalten – Marderschäden am Gebäude sind je nach Vertrag mitversichert.
  • Nicht auf eigene Faust Fallen stellen: Marder unterliegen dem Jagdrecht, Fangen ist nur Jagdausübungsberechtigten erlaubt.
  • Nicht in der Aufzuchtzeit (etwa März bis Juni) alle Öffnungen verschließen – eingesperrte Jungtiere verenden qualvoll im Dach.

So läuft die Marderabwehr ab

Bei der Marderabwehr suchen wir zuerst sämtliche Einstiege – Marder nutzen Öffnungen ab etwa 5 cm Durchmesser. Ist sicher, dass das Tier den Dachboden verlassen hat, werden die Öffnungen mit Lochblech, Drahtgeflecht oder Abweisgürteln an Fallrohren dauerhaft verschlossen. Ergänzend können Geruchsstoffe oder Elektro-Vergrämung eingesetzt werden. Die Marderabwehr beginnt ab 149 €.

Sie sind unsicher, welches Tier im Dach sitzt? Eine Schädlingsinspektion schafft Klarheit, bevor Geld in die falsche Maßnahme fließt.

Kurz beantwortet

Wie erkenne ich, ob ein Marder im Dach wohnt?

Typisch sind nächtliches Poltern, gedrehter Kot mit Obstkernen oder Haaren, ein stechender Geruch und herausgerissene Dämmung.

Darf ich einen Marder selbst fangen?

Nein. Marder unterliegen dem Jagdrecht. Fangen dürfen nur Jagdausübungsberechtigte; Vergrämen und Verschließen der Zugänge ist erlaubt.

Wann darf man Marder nicht aussperren?

Während der Jungenaufzucht, etwa von März bis Juni. Sonst bleiben Jungtiere im Dach eingeschlossen.

Was kostet eine Marderabwehr?

Bei uns beginnt die Marderabwehr ab 149 €. Der Endpreis hängt von der Zahl der Einstiege und dem Material ab.

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